Es ist Anfang November, draußen ist es frisch und nass. Der Garten ist weitestgehend abgeerntet, nur ein paar Nachzügler stehen noch und wollen auch noch ihre Chance. Auf der Terrasse blüht zwischen den Steinplatten sogar noch eine Ringelblume, unbeeindruckt vom Regen, umgeben vom Laub unserer großen Esche. Ich schaue ihr kurz zu und frage mich nebenbei, wie es mir eigentlich geht. Nicht nur körperlich. Wie ich geschlafen habe, wie viel Anspannung ich mit durch den Tag trage, was ich gerade brauche.
Ich versuche, so weit wie möglich selbstversorgt zu leben. Je länger ich das tue, desto klarer wird mir: Gesundheit ist keine Reparaturstelle, zu der man geht, wenn etwas kaputt ist. Sie entsteht im Alltag, in lauter kleinen Entscheidungen. Was auf dem Teller liegt. Wie viel ich mich bewege. Wie ich mit Stress umgehe. Welchen Gedanken ich Raum gebe.
Dafür gibt es ein großes Wort: Eigenverantwortung. Es klingt schnell nach Pflicht, nach „streng dich einfach mehr an“. So meine ich es nicht. Für mich heißt es: hinschauen, nachfragen, ausprobieren und am Ende selbst entscheiden, was zu mir passt. Ohne den Anspruch, alles allein wissen zu müssen.
Denn kein einzelner Mensch hat alle Teile des Puzzles. Eine Ernährungsberaterin sieht etwas anderes als ein Arzt, ein Baubiologe etwas anderes als eine Achtsamkeitslehrerin. Wer Gesundheit als Zusammenspiel von Körper, Geist und Seele betrachtet, profitiert davon, mehrere Blickwinkel nebeneinander zu hören und dann in Ruhe zu sortieren, was davon trägt.
Manches wird sich für mich stimmig anfühlen, anderes nicht. Das ist kein Mangel, sondern der Sinn davon. Und wo es um eine Krankheit oder eine Behandlung geht, bleibt das Gespräch mit der Ärztin oder dem Arzt unersetzlich. Impulse ersetzen keine Diagnose.
Wer sich nach solchen Blickwinkeln umsieht, findet derzeit eine passende Gelegenheit: Vom 7. bis 17. November 2026 findet online der Gesund-und-Glücklich-Kongress statt. Über 35 Expertinnen und Experten sprechen dort über Ernährung, Stressregulation, Schlaf, Bewegung und das Zusammenspiel von Körper, Geist und Seele. Für mich ist das die logische Fortsetzung dieser Gedanken: Wenn ich Verantwortung für meine Gesundheit übernehmen möchte, ohne zur Alleswisserin zu werden, dann höre ich mir verschiedene Perspektiven an und entscheide danach selbst.
Mehr Informationen zum Gesund-und-Glücklich-Kongress findest du hier
Und jetzt bin ich neugierig: Welche Frage zu deiner Gesundheit würdest du gern einmal aus einem anderen Blickwinkel betrachten?
Wer sich mit Selbstversorgung und Haltbarmachung aus dem Garten intensiver beschäftigen möchte, findet im Bereich „Was mich begleitet“ weiterführende Räume und Kontexte.
